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Schluss mit dem Aufschieben! Die Lösung von Oliver Burkeman

Von Katharina Leitner am March 21, 2012

Vor allem, wenn Sie eine Fremdsprache im Selbststudium erlernen möchten, benötigen Sie Motivation. Doch nur zu oft verschieben wir Dinge auf morgen. Antriebsschwäche und Motivationslosigkeit kennen wir alle nur zu gut. Muss man sich zuerst motivieren, um Aufgaben beginnen bzw. abschließen zu können?

Oft wird uns geraten, uns zusammenzureißen, „Augen zu und durch!“. Welch zwecklose und herzlose Mahnung… Denn wenn wir uns danach fühlen würden, es hinter uns zu bringen, hätten wir es ja schon längst getan.

Und wie sieht es mit „To-Do-Listen“ aus? So manche sitzen stundenlang an solchen Listen und arbeiten schließlich einen Punkt nach dem anderen ab. Diese Taktik kann durchaus effizient sein. Ich bin jedoch kein Fan von solchen Listen, nicht zuletzt weil ich die Punkte auf der Liste sowieso nicht erledige, sondern lieber aufschiebe. Dennoch muss ich mich irgendwie dazu bringen, aber wie?

Oliver Burkeman empfiehlt die Ein-Satz-Lösung „Warte nicht, bis du dich danach fühlst etwas zu tun!“.

Finden Sie diesen Tipp, sich nicht selbst motivieren zu wollen, oberflächlich? Nicht wenn man ihn genauer betrachtet. Was impliziert dieser Hinweis für unseren Alltag und wie ist mir dieser Hinweis beim Abarbeiten von Aufgaben behilflich?

Empfehlungen wie „Augen zu und durch“ sprechen davon, wie man sich dabei FÜHLT, wenn man etwas erledigt. Doch der Fokus sollte vielmehr darauf liegen, WIE man Dinge erledigt. Das eigentliche Problem liegt darin, dass man glaubt, sich nach etwas fühlen zu müssen, um etwas abzuschließen. Jedoch ist sich motivieren zu wollen nur ein zusätzliches Hindernis.

Warum sollte man sich das Leben schwerer machen als es ist, indem man sich nicht nur dazu bringt, einer wenig verlockenden Arbeit nachzugehen, sondern sich auch noch gut dabei zu fühlen? Letzteres ist nur zusätzliches Vergnügen. Natürlich ist es angenehmer, wenn man etwas von Anfang an gerne tut, aber das ist nicht nötig.

Generell gilt: „Motivation folgt Aktion“. Das gute Gefühlt ergibt sich also aus der erledigten Arbeit und motiviert dazu, mehr abzuschließen. Für das Sprachenlernen gilt also dasselbe: Starten Sie mit der ersten Lektion und nach einiger Zeit werden Sie ein Erfolgsgefühl verspüren, das Sie zu weiteren Lerneinheiten motiviert!

Blogeintrag nach Oliver Burkeman: The one-sentence solution to almost all procrastination (no, really)

Bis zum nächsten Mal,

Ihre Kathi Leitner

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