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Sprache als Beruf – Übersetzer und Dolmetscher

Von Katharina Leitner am April 02, 2012

Dieser Blog-Beitrag ist ein Gastartikel. Der Gastautor schreibt über Sprachen und Social Media und arbeitet im Online-Marketing bei twago, der Plattform für Freelancer im Internet.

Vielen jungen Menschen stellt sich schon während der Schulzeit die Frage, was man später einmal machen soll. Diese Weichen müssen natürlich noch nicht endgültig gestellt werden, während man noch in der Schule ist. Wer aber schon da feststellt, dass er ein Faible für Sprachen hat, dem öffnen sich vielleicht schon zu diesem Zeitpunkt die Türen für die Berufe des Übersetzers oder Dolmetschers.

Beide Berufe stellen sehr unterschiedliche Anforderungen in der Spezialisierung an die Ausübenden. So gibt es zum Beispiel die beiden großen Gruppen von Dolmetschern, die der konsekutiv übersetzenden und die Simultandolmetscher. Erstere übersetzen nach bestimmten Abschnitten während Sprechpausen des zu übersetzenden Redners. Zweitere übersetzen im wahrsten Sinne des Wortes simultan, also gleichzeitig wie der Sprecher redet. Das ist weitaus anstrengender als konsekutives Dolmetschen und kann deshalb auch nicht sehr lange am Stück von einer Person ausgeführt werden. Regelmäßige Pausen sind unumgänglich. Dafür ist der Beruf des Simultandolmetschers nochmal schwieriger und nicht für jeden Dolmetscher geeignet. Etwas Talent für diese Art von Dolmetscherei gehört dazu.

Bei Übersetzern sind die Bereiche etwas breiter gefächert, aber damit geht auch eine genauere Suche nach Projekten einher. So spezialisieren sich Übersetzer in der Regel zum Beispiel auf Literatur oder werden technische Übersetzer. Diese übersetzen hauptsächlich wissenschaftliche Texte oder Anleitungen für spezielle Geräte, die meist einen hohen Komplexitätsgrad haben. Um ihre Übersetzungen dabei genau tätigen zu können, benutzten sie dafür unter anderem spezielle Wörterbücher und terminologische Datenbanken, die eine große Menge an speziellen Fachtermini für bestimmte technische Bereiche enthalten. Auch vereidigte Übersetzer werden benötigt, die vor Gericht vor allem offizielle Dokumente übersetzen. Als Übersetzer ist man größtenteils freiberuflich tätig und arbeitet von zu Hause aus.

Allen Dolmetschern und Übersetzern gemein ist, dass man in der Regel von ein bis zwei Sprachen in seine Muttersprache übersetzt, damit eine größtmögliche Korrektheit im Ausdruck gewährleistet ist. Wer aber lange im Ausland gewohnt hat, der ist auch in der Lage in zwei Sprachen, anstelle von nur einer, zu übersetzen. Aus wie vielen Sprachen man in seine gewählte Zielsprache übersetzt, ist wiederum eine Frage des eigenen Könnens. Wer an der Universität oder Fachhochschule das Dolmetschen oder Übersetzen erlernt, der studiert in der Regel zwei Sprachen, die in seine Muttersprache übertragen werden. Für Leute mit einem Hang zur Sprache sind diese Berufe also die ideale Wahl, wenn man am liebsten seinen ganzen Berufsalltag auch mit Sprachen zubringen möchte.

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