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Funktioniert der thinkman® wirklich?

Von Emil Brunner am November 16, 2012

Einige unserer Leserinnen und Leser stellen sich die Frage, ob der thinkman® denn wirklich funktioniert. So mancher bezeichnet die Innovation des Lernens sogar als esoterisches Schwindelpaket ohne Wirksamkeit. Doch der thinkman® von Kosys wurde auf der Basis zahlreicher Wissenschaften entwickelt und stets weiterentwickelt. Emil Brunner, Geschäftsführer von Birkenbihl-Sprachen nimmt zu diesen Fragen Stellung.

 

Emil Brunner:

Ich habe Vera F. Birkenbihl 2006 persönlich kennengelernt und hatte die Ehre, sie jahrelang in intensiver Zusammenarbeit zu erleben. Mit Bizzons eMarketing GmbH haben wir mehr als 40 Stunden Video-Aufzeichnungen und 8 hochkarätige „Birkenbihl-Live“-Seminare produziert.

In dieser Zeit habe ich mir das Vertrauen von Frau Birkenbihl erarbeitet und dadurch als Einziger das Recht erhalten, das Birkenbihl Qualitätssiegel „Birkenbihl-Approach" zu vergeben. Dies stellt für mich nicht nur die höchste Auszeichnung dar, sondern auch eine umfangreiche Verantwortung.

Die Kritik lautet, Produkte aus dem Esoterik-Bereich anzubieten, sei nicht im Sinne von Birkenbihl und diskreditiere ihre Methode. Ich kann bestätigen, dass die Kooperation mit dem thinkman® auch für mich eine Herausforderung bedeutet. Jedoch stehe ich hinter Birkenbihls Wunsch und möchte auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, von der Zusammenarbeit überzeugen.

 

Die Entwicklung des thinkman® basiert auf Wissenschaft

 

Der thinkman® kommt aus dem medizinischen Bereich. Ursprünglich wurde die Forschung in diese Richtung vom US-Militär betrieben; danach wurde diese Entwicklung im Bereich der Gehörlosenmedizin weiterentwickelt. Es ermöglicht heute Hören über die Haut. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Gerät durch Ultraschallfrequenzen das Unterbewusstsein anspricht. Darin begründet sich wohl die Annahme der Kritiker, dass es sich um ein „esoterisches Produkt" handelt. Nebenbei bemerkt, es gibt ein wunderbares Video-Seminar, das schon etwas älter ist und nicht von uns produziert wurde, aber klar zum Ausdruck bringt, was Birkenbihl unter Esoterik versteht, und sehr interessante Einsichten bringt.

 

Die Zusammenarbeit mit dem thinkman® war Birkenbihls Wunsch

 

Frau Birkenbihl selbst hat sich für den thinkman® schon vor Jahren interessiert und mit dem Geschäftsführer von KOSYS selbst Gespräche geführt, dadurch auch die Entwicklung des thinkman® beeinflusst und mir nahegelegt, nach Möglichkeit eine Kooperation mit unseren Sprachkursen umzusetzen. Wir befinden uns nun im ersten Schritt. In diese Richtung wird noch Vieles folgen.

 

Die jahrelange Entwicklung der Technik ist wertvoll

 

Hinter dem thinkman® steckt jahrelange technische Entwicklung und Wissenschaft. Hierzu ist auch zu bemerken, dass die Produktion und der Vertrieb direkt von KOSYS erfolgen. Eben weil es keine zusätzliche Handelsspanne verträgt (die wir benötigen würden, wenn wir selbst den Handel umsetzen würden). Dabei sei noch festzuhalten, dass wenn Sie, warum auch immer, in kürzester Zeit eine Fremdsprache erlernen wollen oder müssen, Sie mit herkömmlichen Methoden nicht nur einen geringeren Erfolg erzielen werden, sondern im Endeffekt auch ein Mehrfaches an Kosten haben. 

 

Die Überzeugung der Birkenbihl-Methode – auch hier gilt: „Von nichts kommt nichts“

 

Manchmal ist es durchaus schwierig, Mitmenschen von der Birkenbihl-Methode zu überzeugen. Es gibt viele Menschen, die dagegen auftreten, selbst aber nicht bereit sind, die Methode auszuprobieren und ernsthaft damit zu arbeiten. Wie Frau Birkenbihl schon immer zu sagen pflegte: „Von nichts kommt nichts". Das bedeutet, dass man schon dafür arbeiten muss. Doch die Birkenbihl-Methode funktioniert leichter und verkürzt den Zeitaufwand. Darüber hinaus macht es Spaß. Ich zitiere Frau Birkenbihl: „Lernen muss geil sein!" Mit dem thinkman® verkürzen und erleichtern Sie das „Passivhören“ noch um ein Vielfaches, denn das Unterbewusstsein arbeitet für uns.

Aus meiner Erfahrung und nach mehreren hunderten Live-Präsentationen in den letzten zwei Jahren komme ich zum Schluss, dass es zwei Arten von, ich nenne sie mal, „Zögerern" gibt. Zum einen sind es die 3 % aller Menschen, die sich mit klassischem Vokabelnpauken und Grammatiklernen leicht tun und deshalb andersartige Methoden nicht berücksichtigen. Das sind häufig die Personen, die sich in der Lehre befinden, von Lehrerinnen und Lehrern bis zu Universitätsprofessorinnen und -professoren.

Ohne Vorurteile gegenüber der Personengruppe habe ich versucht zu verstehen, warum sie gegenüber der Birkenbihl-Methode ablehnend reagieren. Meine Erkenntnis ist, dass sie sich meist nicht vorstellen können, dass andere Menschen mit der alten Methode ein Problem haben. Hinzu kommt, dass wir alle in unserer Ausbildung immer das Bild vermittelt bekamen, dass es nur einen richtigen Weg zur Problemlösung gibt. Und plötzlich soll eine „neue" Lernmethode alles umdrehen? Das ist jedoch höchste Zeit, denn die klassische Methode ist mehr als 500 Jahre alt und sitzt uns seit unzähligen Generationen im Kopf, während die Birkenbihl-Methode erst ca. 20 Jahre alt ist. Ich will damit nicht sagen, dass alles Alte schlecht ist, doch die stete Entwicklung der Technik und die dadurch steigenden Möglichkeiten, die wir zum Lernen verwenden können, ermöglichen uns effektivere Methoden.

Die andere Reaktion, die mir in den persönlichen Gesprächen entgegengebracht wurde, bewegt sich zwischen „Ich kann es nicht glauben" bis hin zu „Das kann nicht funktionieren". Klar, denn die Schulmethode wurde uns eingeprägt, obwohl sie nicht gehirngerecht ist. Und jetzt soll die Lernmethode plötzlich geändert werden? Ja, es ist möglich!

Für beide Gruppen bedarf es ausführliche Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit. Aber es ist möglich, auch diese Haltungen zu verändern und ich habe auch schon Menschen kennengelernt, die die Methode mittlerweile sehr erfolgreich anwenden, nachdem sie es selbst erfahren (erarbeitet) haben. Wenn man plötzlich viel Geld für Nachhilfekosten bei Kindern spart oder eine Fremdsprache absolut intuitiv und damit automatisch anwenden kann, dann ist es sogar eine Erfahrung, die man gerne weitererzählt. 

Somit ist es mittlerweile schon gut gelungen, die Computer-Sprachkurse nicht nur äußerst positiv besetzt, sondern mittlerweile auch  präsent am Markt vorzufinden. 

 

Das Unterbewusstsein nimmt Dinge auch im Schlaf auf – somit ist das Sprachenlernen im Schlaf möglich.

 

Das Unterbewusstsein und das „Sprachenlernen im Schlaf"!?

Um diese Aussage kommentieren zu können, ist es vorweg notwendig, den Unterschied zwischen dem klassischen Sprachenlernen und der Birkenbihl-Methode genau zu betrachten.

Beim klassischen Lernen wird nur Wissen angelernt. Vokabeln werden mit einer einzigen Bedeutung in Form von Listen gelernt und das ohne inhaltlichen Zusammenhang. Wir lernen damit isolierte Bedeutungen von Wörtern. Stellen Sie sich vor, dieses Wissen legen wir in ein Gefäß im Gehirn ab. In ein anderes Gefäß geben wir die Spielregeln. Das ist bisher nichts als Wissen, alles auf der Meta-Ebene. Um das Wissen nun anzuwenden, müssen wir in der Muttersprache denken und die Inhalte der Gefäße zusammenmischen. Also immer über den Umweg der Muttersprache und damit immer durch die Kontrolle des Bewusstseins, was die Fehlerhäufigkeit steigert, die Unsicherheit fördert und zudem das Tempo verlangsamt. Natürlich wird dabei der Fokus des Denkens auf die Sprache gelegt und nicht mehr auf den Inhalt. Das setzt die Handlungsfähigkeit massiv herab.

Um eine Sprache aber zu verstehen, lesen, schreiben und sprechen zu können, braucht man Fähigkeiten. Diese müssen erst mühsam trainiert werden. Daher kommt ja der weit verbreitete Glaube, dass man eine Fremdsprache nur im fremden Land erlernen könne. Das stimmt zwar, ist aber absolut nicht nötig. Die wissenschaftliche Erkenntnis daraus ist es, dass unser Gehirn zuerst die Sprache verstehen muss, also die Bedeutung der Wörter und den Sprachfluss. Erst dann kann das Gehirn die benötigten Neuronenbahnen für das Sprechen der Fremdsprache anlegen. Das ist mit ein Grund, warum die klassische Methode so vielen Menschen Schwierigkeiten bereitet. Dort wird gleich von Anfang an versucht, die Sprache zu sprechen. Das ist aber gar nicht möglich. Dazu muss das Unterbewusstsein die schon zuvor verstandenen Wörter und deren Bedeutungen im Zusammenhang des gesamten Satzes oft genug gehört haben. Erst dann kann unser Gehirn anfangen, die Kopien des Gehörten als neue Neuronenbahnen anzulegen. Hier sei erwähnt, dass wir nur durch Kopieren, also Nachahmen, lernen. 

Eine andere sehr interessante Erfahrung, die ich gemacht habe, ist, dass ca. 80 % aller Menschen, die mindestens eine Fremdsprache klassisch erlernt haben, von sich sagen, diese Sprache gut zu können, aber in Wirklichkeit die Sprache nicht gut sprechen können. Sie ahnen schon den Zusammenhang ... Ja, weil es im klassischen Sprachenlernen einfach nicht die Möglichkeit gibt, das zuvor Erlernte laufend und oft genug zu hören.

Bei der Birkenbihl-Methode wird zwischen dem Verstehen einer Sprache und dem Sprechen klar unterschieden. Sprechen erreicht man durch Übungen. „Aktiv hören" führt zum Verstehen. Das ist einem Karaoke-Player sehr ähnlich. Dabei wiederholt man in ca. 10-minütigen Übungen das Mitlesen der Wort-für-Wort-Übersetzung, der sogenannten De-Kodierung, während man die fremde Sprache hört. Diese Übungen werden so oft wiederholt, bis man die Bedeutung der Wörter versteht. Dabei ist es interessant, dass das Gehirn die Grammatikregeln selbstständig abstrahiert. Wie bei einem 10-jährigen Fußball-Fan, der nie ein Regelbuch gelesen hat und trotzdem alle Regeln, rein intuitiv, kennt.

Mit der zweiten Übung , dem „Passivhören“, erlernt man das Sprechen. Ähnlich wie bei einem Kind, das zweisprachig aufwächst. Erst nachdem das „Verstehen" einer Lektion absolviert wurde, macht es Sinn, sich um das Sprechen zu kümmern. Das funktioniert mit der Birkenbihl-Methode so, dass Sie denselben Text, den Sie zuvor im „Aktivhören" verstanden haben, leise im Hintergrund hören. Tagelang – das dauert! Denken Sie an ein Baby: Das beginnt ca. drei Monate vor der Geburt über die Beckenknochen der Mutter zu hören und braucht dann ein ganzes Jahr, bis es die ersten Wörter plappern kann. Erst nach ca. zwei Jahren ist ein Kind in der Lage, zusammenhängende Wortgruppen bis hin zu kompletten Sätzen zu sprechen. So kompliziert ist das Sprechen!

Abhängig von der Geschwindigkeit, mit der unsere Neuronen im eigenen Gehirn feuern, werden zwischen 6 bis 9 Tage „passiv hören" für eine Lektion benötigt. Tag und Nacht. Unser Unterbewusstsein ist jedoch viel leistungsfähiger! Und genau da kommt der thinkman® zum Einsatz. Das Unterbewusstsein kann wesentlich mehr und schneller aufnehmen, als wir im Bewusstsein wahrnehmen. Die 140-fache Geschwindigkeit ist in anderen medizinischen Programmen erprobt und daher haben wir entschieden, diese Geschwindigkeit für Sprachkurse zu verwenden. Damit können Sie mit dem thinkman® in kürzester Zeit, also zum Beispiel während Sie schlafen (weil ja das Unterbewusstsein immer zuhört), eine Fremdsprache sprechen lernen.

Zur Vollständigkeit der Erklärung der Birkenbihl-Methode möchte ich noch die ursprünglichen vier Schritte von Vera F. Birkenbihl definieren. Der erste Schritt ist das De-Kodieren, also die Wort-für-Wort-Übersetzung. Das ist mit den Computerkursen nicht mehr nötig, da ja die De-Kodierung schon mitgeliefert wird. Aber für Sprachen oder Inhalte, für die es kein Computerprogramm gibt, ist es sinnvoll, die De-Kodierung selbst zu machen. Im schulischen Bereich kann durch das De-Kodieren der Lektionstexte das Vokabelpauken ersetzt werden. Der Erfolg besteht darin, dass das mühevolle isolierte Pauken erspart bleibt und gleichzeitig die Grammatikregeln leichter verstanden werden. Wenn das nun Schüler in einer Gruppe machen, gibt das ähnlich wie beim Kreuzworträtseln riesigen Spaß und einen hohen Lernerfolg. Die Wirkung ist wie beim „Aktivhören", aber dauert natürlich länger. 

Der zweite und dritte Schritt umfasst das „Aktivhören" und das „Passivhören", das natürlich auch von CD oder Audio-File erfolgen kann. Vierter Schritt ist das Üben. Ganz genau genommen kann man hier noch den fünften Schritt anführen, das Dolmetschen. 

Ich hoffe, die vorliegenden Missverständnisse aufgeklärt zu haben, und möchte auch noch erwähnen, dass es immer Frau Birkenbihls Anliegen war, ihre Methoden für gehirngerechtes Lehren und Lernen und das Sprachenlernen möglichst allen Menschen zugänglich zu machen. Im Sinne einer Demokratisierung des Lernens mit dem pragmatischen Ansatz, die Fähigkeiten leichter zu entwickeln, hatte Sie sich ihr Leben lang beschäftigt und wir werden dies nach besten Kräften weiterführen.

 

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Emil Brunner

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Sehr geehrter Herr Brunner, herzlichen Dank für Ihre ausführliche Beschreibung. Somit ist es mir jetzt möglich, in Zukunft illusionsfrei, weiter zu lernen mit der Birkenbihl-Medthode und Ihrem Programm. Ich merke, dass ich immermehr Fortschritte mache und vertraue Ihrem System, weil ich erstmalig merke, dass es besser funktioniert als alles andere.

Herzliche Grüße und viele fly-higher’s
Willi Bayer

Von bayer fly-higher am July 03, 2013

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